Antihelden

Monde Sans Faim Kongress - Day 3

Die Gruppe wurden am Vormittag aufgefordert ihr Wissen auszutauschen und dann zu präsentieren.

Die Gruppe erörterte folgenden Aspekte:

  • Medikamente
  • Medizinische Aufklärung
  • Impfungen
  • Nicht nur Grundversorgung bieten
  • Lokale Pflegekräfte schulen / einbinden / fördern
  • Infrastrukturelle Grundversorgung (Straßen/Verkehr, Schulen)
  • Versorgungswege
  • Sicherheit der Transporte vor Überfällen
  • Sicherheit ist notwendig, teilweise mit Bewaffnung herzustellen.
  • Landwirtschaftliche Investoren (Plantagen) kümmern sich auch um Versorgung der Arbeiter

Viele medizinische Aspekte wurden auch von anderen Gruppen vorgestellt, Sarah bestätigte diese Ansichten.

Greg stellte umfassend und überzeugend die technische Kernkompetenz der USAID in der Wasserversorgung da. Die US Unternehmen, welche er offensichtlich auch vertritt, kann er positiv darstellen. Das Interesse manch anderer Teilnehmer wurde sicher geweckt. Kritische Stimmen (vor allem eines Kubaners) lies Greg geschickt abblitzen.

Vasily erntet überwiegend wohlwollende Anerkennung, für seine Schilderung, dass sowjetische Investitionen in Kaffee- und andern Plantagen die wirtschaftliche Fähigkeit des Landes langfristig prägen sollen und die SU dafür auch in die Ausbildung und medizinische Versorgung der Arbeitskräfte investiert.

Es ergab sich noch eine kontroverse Diskussion über Angriffe auf Konvois durch rebellische Truppen. Die Diskussion wurde hitzig, als Teilnehmer auch andeuteten, dass auch Regierungstruppen möglicherweise an Übergriffen teilgenommen haben… Sarah und Peter betonten für MSF/MdM, dass sie sich zwar defensiv schützen müssen und gelegentlich auf Schutz angewiesen sind, jedoch auf keinen Fall aktiv bewaffnet auftreten wollen. Jede militärische Einmischung sei abzulehnen. Die Gruppe hielt sich aus dieser Diskussion heraus.

Sarah Wimby bietet allen Mitgliedern der Konferenz nachmittags an einem Besuch einer MSF Klinik teilzunehmen. Für die interessierten Teilnehmer werden Busse bereit gestellt.

Während der etwa 1,5h langen Fahrt kam der Bus an einem verlassenem Fabrikgelände vorbei, direkt hinter dem Drahtzaun war hoch gewachsenen Gras, dahinter war eine ausufernde, teilweise brennende Müllhalde, es waren Menschen auszumachen, die im Müll nach brauchbarem suchten. In der Mitte der Halde erstreckte sich ein Fluss, der ebenfalls voller Müll war. Die Müllhalde erstreckte sich bis zum Horizont – bis in weite Ferne konnten Rauchsäulen ausgemacht werden.

Bashiir erklärte Sarah, dass solch ausufernde wilde Müllplätze hier normal wären. (…)

Vor dem Zaun erkennt die Gruppe die 4 verwahrlosten KInder vom Vortag am Zaun stehend wieder. Greg bemerkt, dass sie dem Bus langsam folgen.

Etwa 15 Minuten Fahrt später kam die Gruppe am MSF Hospital an, weiter die Straße herunter gibt es ein größeres Dorf. Menschen werden geimpft. Der Leiter der Klinik führt interessiert durch die Klinik.

Bashiir und Greg gingen nicht mit und führten abseits von allen anderen möglichen Beobachtern ein Streitgespräch. (…)

Vor der Abfahrt kommen die 4 verwahrlosten Kinder an. Sie sind offensichtlich dem Bus gefolgt. Die Kinder sagen auf amharisch wiederholt Wörter wie “Hunger, wer, wo, wir, sind, grass, Hunger…” Selbst für Zeugen mit beschränkten Kenntnissen der Sprache wird deutlich, dass sie kaum Satzstrukturen verwenden…

Die Gruppe scheut die Interaktion. Bevor Greg wieder Geld verfüttern konnte, trat eine europäische Frau aus der Gruppe an die Kinder heran und versuchte diese medizinisch zu untersuchen. Doch bei der ersten Berührung, beginnt eines der Kinder, um sich zu schlagen. Sie rennen wieder zurück in die Richtung aus der sie gekommen sind.

Es dauert noch einige Zeit, bis der Bus wieder zurück nach Addis Adeba fährt. Auf der Rückfahrt werden die 4 Kinder von der Gruppe wieder etwa in Höhe der verlassenen Fabrik wieder gesehen. Greg lässt den Bus anhalten und teilt mit, dass er sich um die Kinder kümmern möchte. Doch Sarah hat Angst vor den Kindern. Während die Gruppe (vor allem Sarah und Greg) diskutiert, steigt ein skandinavischer Geschäftsmann aus und legt den Kindern einfach nur sein Lunch-Paket auf die Straße.

Der Busfahrer ist froh die Fahrt fortsetzen zu können. Greg ist angepisst, dass der Typ ihm die Show stahl und die Gruppe bemerkt, dass die Kinder zögerlich anfangen die Brote zu essen. Eines der Kinder versuchte sogar, die Frischhaltefolie zu verzehren.

(…)

Comments

Greg-Notizen:
- Typen in Anzügen erkundigen sich nach Sicherheitskräften für die Ärzte
- Müllverbrennungsanlagen sind evtl. ein gutes Geschäft hier
- die 4 Kinder tauchten wieder auf

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